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Bürgeler Kunstkeramische Werkstätte

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Examples of the Bürgeler Kunstkeramische Werkstätte products

Names / Owners

1884 - ca. 1910: 
Franz Eberstein
ca. 1910 - 1919: 
Max Hohenstein
1919 - ????: 
Bürgeler Kunstkeramische Werkstätte, Carl Fischer

Historical note

Carl Fischer, der Sohn einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie wuchs ursprünglich im sächsischen Döbeln auf und studierte an der Königlichen Keramischen Fachschule in Bunzlau (Bolesławiec, Polen) das Töpferhandwerk. Nach dem Ende des ersten Weltkriegs kam er 1919 nach Bürgel und übernahm die Hofkunsttöpferei Eberstein/Hohenstein in Bürgel. Seine Eltern verschafften ihm einen günstigen Kredit und die Produktion konnte sofort beginnen. Kennzeichnend ist sein stilübergreifendes Experimentieren mit Dekoren und Formen, Glasuren und technischen Möglichkeiten des Brennens.

Carl Fischer führte in der Blütezeit ein Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten. Die Nähe zur Keramikwerkstatt des Bauhauses in Dornburg ermöglichte Carl Fischer einen regen Erfahrungsaustausch mit Keramikern wie Otto Lindig, damaliger Leiter der auhauswerkstatt. Bis heute findet man in den Fischerkeramiken die Grundformen der Gestaltungslehre des Bauhauses Weimar wieder.

Während des 2. Weltkriegs lässt die deutsche Führung belastbares, stapelbares Kantinengeschirr für die Armee fertigen. Durch den erleichterten Zugang zu Kohle und Ton konnte das Töpferhandwerk in Bürgel auch während dieser Zeit gut weiterleben. Mit dem Ende des Krieges gewinnen die folkloristischen Blauweiß-Keramiken und die typischen, aufwändigen Ritzdekore mit Engobemalereien an Bedeutung. Carl Fischer betrieb dieses auf höchstem qualitativen und quantitativen Niveau.

Mit dem Aufbau der DDR kommen die Bürgeler Töpfereien der drohenden Verstaatlichung zuvor und schließen sich in den 60er Jahren zu einer Produktionsgenossenschaft des Kunsthandwerks (PGH) zusammen. Wenige Jahre danach übernimmt Fischers zweite Tochter Marie-Luise Fischer die Meisterwerkstätten ihres Vaters.